Frontzahntrauma bei Kindern und Jugendlichen

- Biologie berücksichtigen, Ästhetik wiederherstellen

 

Prof. Dr. Gabriel Krastl, Universität Würzburg

 

Kurs Nummer:  080

 

Termin: 11. / 12. Dezember 2020   (13 - 18 Uhr und 9 - 15 Uhr)

Veranstaltungsort: DGKiZ-Geschäftsstelle Würzburg

 

Fortbildungspunkte:  12files/dgkiz/img/photos/005_2.jpeg

 

Kursgebühr:           

DGKiZ-Mitglied: 385,-- €
Nichtmitglied: 470,-- €

 

 

 

   Fotos: © Prof. Dr. G. Krastl

Anmeldeformular (pdf)

 


 

Kursbeschreibung

 

    Ein Zahntrauma kann zum einschneidenden Erlebnis für den Betroffenen, oftmals ein
    Kind, werden. Während für den Patienten zunächst die Beseitigung der unmittelbaren
    Unfallfolgen im Vordergrund steht, muss der Behandler die oftmals weitreichenden
    Konsequenzen einzelner Therapieoptionen berücksichtigen. Generell geht es darum,
    alle 5 Gewebe (Zahnhartsubstanz, Endodont, Parodont, angrenzender Alveolarknochen
    und orale Weichgewebe), die bei einem Zahnunfall betroffen sein können zu berück- 
                                                sichtigen und für sich adäquat zu behandeln.

 

Bei der Therapie von Zahnfrakturen stehen aus endodontischer Sicht vitalerhaltende Maß-nahmen im Vordergrund. Zähne mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum können so ihr Wurzellängen und –dickenwachstum fortsetzen. Aus restaurativer Sicht gilt es Funktion und Ästhetik möglichst optimal wiederherzustellen. Die restaurative Versorgung von Kronen-
Wurzel-Frakturen ist durch die subgingival liegenden Defektgrenzen massiv erschwert. Zur Defektdarstellung und Herstellung der biologischen Breite bieten sich verschiedene Alternativen an. In vielen Fällen ist eine kieferorthopädische oder chirurgische Extrusion
ein sinnvoller Weg im Sinne der Zahnerhaltung.

 

 

Insbesondere bei schwerwiegenden Verletzungen parodontaler Strukturen (Intrusionen und Avulsionen) ist mit einer hohen Gefahr von externen Wurzelresorptionen zu rechnen. Hier liegt die Förderung von Wundheilungsvorgängen der verletzten Gewebe im Fokus aller therapeutischen Bemühungen. Zellphysiologische Lagerungsmedien, Tetrazykline, Steroide, Schmelz-Matrix-Proteine und biokompatible Materialien sind einzelne Puzzleteilchen die sich zu neuen Therapiekonzepten ergänzen und in komplexen Fällen über Zahnerhalt oder Verlust entscheiden können.

 

 

 

 

 

 

 

Prof. Krastl, Gründer des ersten deutschen Zahnunfallzentrums in Würzburg, bietet einen tiefen Einblick in das klinische Behandlungskonzept: aktuell, prägnant, praxistauglich.


 

 

 

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Prof. Dr. Gabriel Krastl, Universität Würzburg

 

1993 - 1998       Studium der Zahnheilkunde in Tübingen 

1998 - 2005       Wissenschaftlicher Assistent und ab 2002 Oberarzt der Poliklinik für 
                          Zahnerhaltung, Universitätsklinikum Tübingen

2005 - 2014      Oberarzt, Klinik für Parodontologie, Endodontologie und Kariologie, Basel       
                          Leiter Fachgruppe Kariologie

2006 - 2014      Gründung und Leitung des Zahnunfall-Zentrums Basel zusammen mit Prof. Dr. A. Filippi

2012                  Forschungsjahr Department of Oral Surgery / Biomaterials Unit, School of Dentistry, University of
                          Birmingham, United Kingdom

seit 2014           Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität Würzburg

seit 2015           Gründung und Leitung des Zahnunfallzentrums Würzburg

 

 

 

 

 

 

Kursrichtlinien

Die maximale Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Kursplätze werden in der zeitlichen Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Die Mindestteilnehmerzahl des Kurses beträgt 15 Personen. Falls die Teilnehmerzahl nicht erreicht wird, werden Sie 10 Tage vorher schriftlich informiert und bereits überwiesene Kursgebühren zurückgezahlt.

 

Die Kursgebühr wird nach Erteilung eines SEPA-Mandats etwa 12 Wochen vor Kurstermin durch Lastschrift eingezogen. Wird der Kurs vom Teilnehmer/von der Teilnehmerin ab dem Einzugstag bis 8 Wochen vor dem Kurstermin storniert, wird eine Bearbeitungsgebühr von 100,-- € fällig, die bei Rücküberweisung verrechnet wird. Die Stornierung eines gebuchten Kurses durch den/die Teilnehmer/in muss schriftlich erfolgen. Ab 8 Wochen vor dem Kursbeginn, sowie bei Nichterscheinen, ist die volle Kursgebühr zu bezahlen. Die Benennung eines Ersatzteilnehmers ist bis zum Kursbeginn möglich.
Falls eine Veranstaltung aufgrund "höherer Gewalt", Erkrankung des Referenten oder vergleichbar zwingenden Gründen abgesagt werden muss, werden die Teilnehmer schnellstmöglichst darüber informiert und bereits bezahlte Kursgebühren zurückerstattet.